Vögel

Im STAFF Landschaftspark ist eine große Vielfalt an Vögeln anzutreffen. Darunter befinden sich verschiedene Kleinvogelarten wie auch Greifvögel.

In den Heckenbereichen siedeln sich in wachsendem Maße Kleinvogelarten an wie zum Beispiel der seltene Stieglitz, auch Distelfink genannt. Der Distelfink brütet gerne in Streuobstwiesen und ernährt sich unter anderem von Distelsamen. Der Landschaftspark bietet somit ideale Bedingungen für die Wiederansiedlung von Distelfinken.

Feldsperling
Foto Mauritius
(nicht im Park fotografiert)
  Distelfink
Foto Mauritius, I. Beck
(nicht im Park fotografiert)

Feldsperlinge, die früher selbstverständlich in unseren Gegenden vorkamen, sind wegen Problemen mit der Nahrungsmittelversorgung selten geworden. Im Park haben sie sich wieder angesiedelt, weil hier ein passendes Futterangebot vorhanden ist. Beispielsweise werden im Winter die Sonnenblumenfelder nicht gemäht, und die Feldsperlinge können sich von den Körnern ernähren.

Der Grünspecht ist ein weiterer Vogel, den man im Landschaftspark beobachten kann. Er ist auf der Oberseite hochgrün und auf der Unterseite hellgraugrün. Im Vergleich zu anderen Spechten bewegt sich der Grünspecht geschickter am Boden. Er hämmert weniger als andere Spechte an Bäumen und sucht seine Nahrung auch auf dem Boden.

Grünspecht
Foto Mauritius, C. Schäfer
(nicht im Park fotografiert)
 

Mäusebussard
Foto Mauritius
(nicht im Park fotografiert)


Greifvögel sind seit einiger Zeit auf das Gelände zurückgekehrt, weil das Nahrungsangebot (zum Beispiel Mäuse) durch den Verzicht auf Dünge- und Spritzmittel vielfältig ist. Dies wurde auch durch die Aufstellung von ca. acht Meter hohen Greifstangen begünstigt. Beispiele für Greifvogelarten im Landschaftspark sind Bussarde, Falken und Eulen: Bussarde haben adlerartig breite Flügel, kurze Schwänze und sind sehr gute Gleit- und Schwebeflieger. Falken kann man sehr gut bei der Nahrungssuche erkennen, wenn sie auf einer Stelle flattern (rütteln), um sich blitzschnell auf die erspähte Beute herabzustürzen.

   

Eulen, die ebenfalls zur Familie der Raubvögel gehören, haben als besonderes Merkmal, daß sie nachtaktiv sind. Ihr Gefieder ist seidenartig, was einen geräuschlosen Flug ermöglicht. Eulen können das geringste Geräusch wahrnehmen und in der Nacht scharf sehen. Sie fressen nur frisch getötete Tiere wie Mäuse oder Maulwürfe.

Es werden drei Hauptgruppen unterschieden, von denen jeweils Vertreter in Park vorkommen: Ohreneulen (im Park kommt die Waldohreule vor) mit Federbüscheln an den Ohren, Käuze (im Park gibt es den Waldkauz) ohne Ohrbüschel mit mehr oder weniger vollständigem Schleier und Schleiereulen (im Park kommt die gemeine Schleiereule vor) ohne Ohrbüschel mit vollständig geschlossenem Schleier und dunkelbraunen bis schwarzen Augen. Alle Eulen legen reinweiße Eier und nisten in alten Krähennestern oder in Baumhöhlen.

Ebenfalls nachtaktiv und im Landschaftspark heimisch sind Fledermäuse; sie können mit Hilfe ihrer Flughäute fliegen, die sich über die verlängerten Finger bis zu den Hinterfüßen und zum Schwanz erstrecken. Kriechen können sie nur sehr ungeschickt. Sie haben einen außergewöhnlich ausgeprägten Hör- und Tastsinn. Fledermäuse in unserer Region halten Winterschlaf. Zum Schlafen hängen sich die Fledermäuse meist verkehrt herum an den Hinterfüßen auf und hüllen sich in die Flügel wie in einen Mantel. Sie sind sehr nützlich für das Gleichgewicht in ihrer Umgebung, da sie Insekten vertilgen.

Wenn Sie Interesse haben, sich intensiv mit der Vogelwelt in Lippe zu beschäftigen, können wir das Buch von Werner Jahnke empfehlen, das im Auftrag des NABU, Kreisverband Lippe e. V., und dem Lippischen Heimatbund, OV Lage e. V., entstanden ist: Zwischen Himmel und Erde, Aus der Welt der Vögel in Lippe, erschienen im Verlag Hans Jacobs, 200 Seiten, gebunden. Erwerben können Sie es über den Lippischen Heimatbund, OV Lage e. V.