Tiere auf dem Gelände

Wasserloch
Foto Gerhard Wellmer

Auf den Weiden des Geländes grasen kleine Mutterkuhherden einer vom Aussterben bedrohten Rinderrasse. Das Rote Höhenvieh ist robust und war früher auch in den Mittelgebirgen Westfalens verbreitet. Elf Tiere konnte der NABU Kreisverband Lippe e. V. 1999 mit Fördermitteln und durch Sponsoring erwerben. Die Tiere wurden zwei Landwirten zur Weiterzucht zur Verfügung gestellt. Das Projekt hat folgende Ziele: Die Erhaltung der alten Haustierrasse, die Pflege und Erhaltung von magerem Weideland als Lebensraum vieler gefährdeter Pflanzen- und Tierarten sowie Erzeugung von magerem Fleisch mit hervorragender Qualität, das ab Hof vermarktet werden soll.

Rotes Höhenvieh mit Kalb
Foto Gerhard Wellmer
  Feuersalamander
Foto NABU

Auf dem Gelände rund um den Rolfschen Hof gibt es eine große Vielfalt an heimischen Pflanzen und seltenen Tierarten wie zum Beispiel den Feuersalamander, den Neuntöter, den Scheckfalter und andere seltene Vogel- und Insektenarten.

Der Feuersalamander ist nachtaktiv und am ehesten bei Regen oder Nebel zu sehen. Er lebt in Felsspalten, im Totholz oder in anderen Zwischenräumen. Mit etwas Glück kann man ihn auf dem Gelände entdecken.

Neuntöter
Foto Hans-Dieter Wiesemann
(NABU)
  Scheckenfalter
Foto NABU

Der Neuntöter benötigt offenes Gelände mit Hecken und niedriger Vegetation. Aufgrund der Rodung vieler Hecken ist sein Bestand äußerst gefährdet. Er hat einen gebogenen Schnabel und ist ca. 17 cm groß. Erkennen kann man den Neuntöter an seinem Jagdverhalten: Er sucht sich einen hohen Aussichtspunkt, stürzt sich von hier sehr schnell auf seine Beute und nimmt diese direkt wieder mit zu seinem Ausgangspunkt. Sein Name ist gleichbedeutend mit Vieltöter und er trägt ihn, weil er Beute auf Vorrat jagt. Hierzu spießt er seine Beute beispielsweise an Dornen auf.

Der Scheckenfalter ist ein Tagfalter und bevorzugt sonnige Abschnitte. Er hat einen eher langsamen Flug und legt keine großen Flugstrecken zurück. Am ehesten kann man ihn auf Blumenwiesen oder Waldwiesen beobachten.

Eine weitere Besonderheit auf dem Gelände des Rolfschen Hofes sind die Buckelwiesen. Sie können nur da entstehen und Bestand haben, wo Wiesenameisen ungestört ihre Erdnester bauen und bewohnen können. Auf Weiden im Hagen, die weder gemäht noch von Traktoren befahren werden, ist das der Fall. Die Ameisen bauen Buckel, damit die Sonne eine möglichst große Fläche, die nicht vom Gras verschattet wird, erwärmen kann.

Buckelwiese
Foto Hans-Dieter Wiesemann (NABU)