Geschichte des Rolfschen Hofes

Der Rolfsche Hof ist eingebettet in ein ca. 19 ha großes Areal. Es liegt im Teutoburger Wald, in einer Sattellage zwischen der geologischen Formation des Osningsandsteins im Süden und verschiedenen Muschelkalkformationen im Norden mit einigen Quellen. Südlich grenzt das Naturschutzgebiet „Hohe Warte“ an. Das Gelände ist eingebunden in den Naturpark Eggegebirge-Südlicher Teutoburger Wald.

Rings um den Rolfschen Hof sind Brunnen, Teiche und Trockenmauern in Resten erhalten und wurden wiederhergestellt. Ein mit Bruchsteinen vom Hahnberg terrassierter, landschaftstypischer Garten entsteht zur Zeit. Hier sollen heimische Gewürze und Kräuter angebaut werden. Durch die Mitarbeit Freiwilliger jeden Alters werden die Baukosten gesenkt und traditionelle Kulturtechniken vermittelt.

Ansicht vom Hahnbruchweg (talwärts)
Foto Volker Hense

Für die Region bedeutend ist die Siedlungsgeschichte des Hahnberges, der früher als Hagen (heute Hecken) bezeichnet wurde. Hagensiedlungen sind im Mittelalter entstanden und auf Initiativen der Grund- und Landesherren zur Rodung von Wäldern zurückzuführen. Charakteristisch für Hagen- oder Rodesiedlungen sind langgestreckte Flurstücke, die von Hecken (Hagen) eingefaßt sind. Auf dem Hagenberg und speziell auf dem ehemaligen Rolfschen Hof sind sie erhalten und durch die Überlassung an den NABU in ihrer ursprünglichen Form gesichert.

Ansicht von Norden
Foto Gerhard Wellmer

Das Gehöft besteht seit dem Mittelalter. Es handelt sich um einen Kleinbauernhof, eine sogenannte Kötterstätte. Der im Jahr 1899 errichtete Rolfsche Hof ist ein Bruchsteinbau aus Muschelkalk und Sandsteinen, die vermutlich in einem auf dem Gelände liegenden kleinen Steinbruch gewonnen wurden.

Ansicht vom Hahnbruchweg (Süden)
Foto Gerhard Wellmer