Biesterberg

Biesterberg
Foto Ralf Gerke

Der Biesterberg ist ein interessantes Offenlandbiotop nahe Lemgo, das die STAFF STIFTUNG erworben hat, um es langfristig zu erhalten und es unter Naturschutz stellen zu lassen.

Distelfalter
Foto Ralf Gerke
  Ochsenauge
Foto Ralf Gerke

Bis zum Jahr 1995 war das Gelände Truppenübungsplatz der britischen Armee. Ausschlaggebend für die Entwicklung der Natur auf diesem Truppenübungsplatz sind folgende Faktoren: Durch den Übungsbetrieb wurde eine Verbuschung und Bewaldung verhindert; außerdem war das Gebiet der landwirtschaftlichen Nutzung entzogen. Dies führte dazu, daß sich über lange Zeit Freiflächen erhalten haben, auf denen sich eine hierfür typische und selten gewordene Vegetation entwickelte. Nur an sehr wenigen Standorten in Lippe findet man noch die Vielzahl spezieller Wildkräuter und auf ihnen lebenden Insekten, insbesondere Falter, wie am Biesterberg.

Dornige Hauhechel, Detail
Foto Ralf Gerke
  Dornige Hauhechel
Foto Ralf Gerke

Auf einer der Flächen am Biesterberg wächst zum Beispiel Wollgras, das in vielen Bundesländern als gefährdete Art gilt. Es handelt sich um ein grasartiges Gewächs, das sehr ausdauernd ist und auf nährstoffarmem und durchnäßtem Boden gedeiht. An Stelle der Blütenhülle entstehen Fäden, die nach der Blüte als weißer Wollschopf mit der Frucht abfallen.

Wollgras (im Vordergrund) auf dem Biesterberg
Foto Volker Hense

Das Gelände ist für Spaziergänger geöffnet. Die Beweidung durch Schafe wird für ein natürliches Gleichgewicht sorgen. Der Biesterberg wird so weiterentwickelt und erhalten.

Landschaftspflege durch Beweidung
Foto Gerhard Wellmer

In der Schriftenreihe Lippische Kulturlandschaften ist auf Initiative des Lippischen Heimatbundes 2006 das Heft 5, Biesterberg bei Lemgo, von Hermann Hentschel, Georg Kramer, Wilhelm Loch und Martin Noltekuhlmann mit Unterstützung der STAFF STIFTUNG erschienen.

     
   
  Aus der Schriftenreihe Lippische Kulturlandschaften, Heft 5, Biesterberg bei Lemgo
 
   

Das Heft gibt unter anderem einen Überblick über

geschichtliche Entwicklung des Biesterberges
topografische Lage
Geologie und den Boden
Herkunft des Namens
Rodungen und Hudeflächen
unterschiedliche Nutzungen im Laufe der Zeit
das Ziel, den Biesterberg zum Naturschutzgebiet erklären zu lassen
vorkommende Pflanzen und Tiere


Das Heft eignet sich gut als Einführung für einen Besuch des Biesterberges. Für eine Bestellung oder Informationen können Sie sich an folgende Adresse richten:

Lippischer Heimatbund e.V.
Felix-Fechenbach-Straße 5
32756 Detmold

www.lippischer-heimatbund.de

Eindruck vom Biesterberg
Foto Volker Hense
  Pfad auf dem Biesterberg
Foto Volker Hense