Weserrenaissance-Museum

Das Weserrenaissance-Museum Schloß Brake in Lemgo wurde 1986 begründet. Träger ist ein Zweckverband, dessen Mitglieder der Landesverband Lippe, der Landschaftsverband Westfalen-Lippe, der Kreis Lippe und die Stadt Lemgo sind. 1989 wurde im Schloß Brake die erste Ausstellung eröffnet.

Weserrenaissance-Museum Schloß Brake
Foto Gerhard Wellmer

Das Gebiet der Weserrenaissance ist der Raum von Kassel bis Bremen und von Osnabrück bis Wolfenbüttel, in dem zahlreiche Schlösser, Rathäuser, Kirchen und Bürgerhäuser aus der Zeit von 1620-1630 erhalten sind. Ein Ziel des Museums ist, diese kulturhistorisch bedeutende Region in den Ländern Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen und Hessen auf der "Straße der Weserrenaissance“ touristisch zu erschließen. Die Aufgaben des Weserrenaissance-Museums liegen in der Forschung, Dokumentation und Präsentation. Schwerpunkt des ersten Forschungsprojektes war die Baugeschichte. Das zweite Forschungsprojekt ist interdisziplinär angelegt; es umfaßt die Kulturgeschichte des Weserraumes von der Weserschiffahrt bis zur Musik.

Die STAFF STIFTUNG hat bedeutende Werke der Malerei der Epoche erworben und sie dem Weserrenaissance-Museum als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt. Sie sind im Schloß Brake zu sehen. Wir zeigen Ihnen hier zwei Beispiele:

Paul Vredeman de Vries und Frans Francken II,
Salome mit dem Haupt Johannes des Täufers

“Salome mit dem Haupt Johannes des Täufers beim Gastmahl des Herodes“ (Öl auf Leinwand, 60 x 87 cm): Salome zeigt dem König Herodes den Kopf von Johannes dem Täufer. Die Maler Frans Francken II (1581-1642) und Paul Vredeman de Vries (1567-1630) malten mehrere Bilder gemeinsam. Francken malte die Figuren, de Vries die Architektur.

Joachim Beuckelear, Christus im Hause von Martha und Maria

“Christus im Hause von Maria und Martha“ (signiert und datiert 1569, Öl auf Leinwand, 81 x 104 cm): Der Maler Joachim Beuckelaer, geboren um 1533, gestorben wohl vierzigjährig, ist einer der vorzüglichsten flandrischen Maler von Stilleben, Kücheninterieurs und sittenbildlichen Schilderungen. Von ihm sind nur wenige Werke bekannt. Gestandene Künstler seiner Zeit zogen den Maler wiederholt zur Ergänzung von Porträts und Landschaften heran.