Munch 1912 in Deutschland

Ausstellung in der Bielefelder Kunsthalle vom 24. November 2002 bis zum 16. Februar 2003

 

Text aus dem Faltblatt zur Ausstellung:

   
   
  Faltblatt zur Ausstellung:
 Edvard Munch 1912 in Deutschland
 
   

Deutschland war das Land, das Munch seit einer skandalösen Ausstellung 1892 in Berlin die größte Beachtung entgegen brachte. Die wegweisende Ausstellung des Kölner Sonderbunds 1912 enthielt einen Ehrensaal mit einer Retrospektive von 32 Gemälden.

Mit seinen Porträts, Landschaften und symbolischen Darstellungen aus den Jahren 1889 bis 1912 kam Munch ausdrücklich die Rolle des bedeutendsten lebenden Künstlers neben Pablo Picasso zu. 1912 erhielt er in Norwegen den Auftrag zur Ausmalung der Universität in der Hauptstadt Christiania (heute Oslo). Hier wurde seinerzeit eine ebenfalls erfolgreiche Ausstellung seiner Arbeit abgehalten, so daß 1912 als das Jahr angesehen werden kann, das Munchs internationalen Durchbruch und Erfolg bedeutete. Edvard Munch, ein Großstadtmaler par excellence, wird zu einem Zeitpunkt berühmt, als er nach wiederholten Aufenthalten in einer Nervenklinik das Landleben sucht und menschliche Nähe meidet.

Edvard Munch, Dorfstraße Kragero